Nicht weil dein Team zu langsam ist. Sondern weil deine QA am selben Ort sitzt wie deine Entwickler.
Jeder Scrum Master kennt das Muster: Die letzten zwei Tage eines Sprints gehören der QA. Die Entwickler drehen Däumchen oder fangen neue Stories an, die dann garantiert nicht mehr fertig werden. Das Ergebnis: Carry-over. Sprint für Sprint.
Die übliche Antwort darauf? Ein separates QA-Team bilden, das „vertikal" über mehrere Scrum-Teams arbeitet. Das löst ein Problem – und schafft drei neue.
In den letzten Jahren habe ich in meinen Projekten immer wieder dasselbe Muster beobachtet. Besonders deutlich wurde es bei der Steuerung multinationaler Teams für eine konzernweite Datenplattform in der Fahrzeugentwicklung – dort zeigte sich das Problem mit vertikalen QA-Strukturen in voller Schärfe: Der QA-Engpass am Sprint-Ende ist kein Kapazitätsproblem. Es ist ein Zeitzonenproblem.